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03.06.2026

"Dirty Money stoppen!": Nordrhein-Westfalen intensiviert Austausch auf EU-Ebene

Organisierte Finanzkriminalität richtet europaweit Milliardenschäden an. Nordrhein-Westfalen hat die grenzüberschreitende Bündelung von Kräften im Kampf gegen die Drahtzieher im Blick: Bei einer Veranstaltung des Finanzministeriums des Bundeslandes in Brüssel haben am 01.06.2026 Vertreter aus Politik, Ermittlungsbehörden, Wissenschaft und europäischen Institutionen über wirksamere Strategien gegen Geldwäsche, Betrug und illegale Finanzströme diskutiert.

Im Mittelpunkt habe die bessere europäische Zusammenarbeit, moderne Technologien und die Frage gestanden, wie kriminelle Gewinne konsequenter abgeschöpft werden können, so das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen.

Die Veranstaltung "Dirty Money stoppen – Vermögensabschöpfung und moderne Technologien wirksam nutzen" greife zentrale europäische Reformvorhaben auf. Dazu zählen laut Finanzministerium insbesondere das neue europäische Anti-Geldwäsche-Paket sowie der Aufbau der neuen europäischen Geldwäscheaufsicht AMLA. Diskutiert werde, wie Prävention, Finanzaufsicht, Ermittlungen und Vermögensabschöpfung künftig enger verzahnt werden könnten. Ziel sei eine schlagkräftigere europäische Architektur gegen grenzüberschreitende Finanzkriminalität. 

Im Panel hätten Experten unter anderem über die Nutzung von Datenanalyse und KI bei der Aufdeckung illegaler Finanzströme, die Rolle europäischer Behörden wie AMLA, dem Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung oder der Europäischen Staatsanwaltschaft sowie über neue Instrumente der Vermögensabschöpfung diskutiert. 

Die Veranstaltung macht laut Finanzministerium deutlich: Nationale Maßnahmen allein reichten nicht aus, um Finanzkriminalität zu stoppen. Denn diese überschreite Grenzen.

Finanzministerium Nordrhein-Westfalen, PM vom 02.06.2026