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05.10.2026

Bundeszentralamt für Steuern: Einstellungsstopp wegen Stellenabbaus

Wegen geplanter Stelleneinsparungen kann das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) derzeit kein neues Personal einstellen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (BT-Drs. 21/8226) auf eine Kleine Anfrage der Grünen (BT-Drs. 21/7750) hervor.

Hintergrund sind Sparvorgaben im Bundeshaushalt. Für 2026 muss das BZSt 2,2 Prozent seiner Stellen einsparen. Von den Kürzungen ausgenommen sind bis zu 280 Stellen, die der Durchsetzung von Sanktionen und der Bekämpfung von Steuerkriminalität dienen. Zum Jahresbeginn 2026 verfügte die Behörde über 2.210,5 Planstellen, von denen rund 2.050 besetzt waren.

Für 2027 sind weitere Einsparungen vorgesehen. Nach dem Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt sollen zwei Prozent der Planstellen wegfallen. Ausgenommen wären dann bis zu 452 Stellen zur Bekämpfung von Steuerkriminalität und zur Sanktionsdurchsetzung.

Die Grünen hatten insbesondere nach den Auswirkungen auf die Rekrutierung dringend benötigter Fachkräfte wie Betriebsprüfer, IT-Forensiker und Beschäftigte zur Betrugsbekämpfung gefragt.

Nach Angaben der Bundesregierung umfasst die 2020 eingerichtete Sondereinheit gegen Steuerhinterziehung und Steuerumgehung derzeit 454 Planstellen. Davon sind 425 besetzt. Einschließlich zusätzlicher befristet eingesetzter Kräfte arbeiteten aktuell 504 Beschäftigte in der Einheit.

Deutscher Bundestag, PM vom 02.10.2026